Kastoriá – malerisch gelegen am See Orestiáda

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Allgemeine Informationen zu Kastoriá

Lage und erster Überblick

Kastoriá liegt malerisch auf einer Halbinsel am Orestiáda-See in Nordgriechenland (Westmakedonien). Gerade weil sich die Stadt deutlich abseits der klassischen Griechenland-Routen befindet, verirren sich hier nur wenige Touristen, deshalb wirkt Kastoriá auf uns sehr authentisch.

Wenn du auf dem Wege von den Metéora Klöstern in Richtung Préspa-Park beziehungsweise Préspa-See bist, eignet sich der Ort perfekt als Halbtages-Stopp.

Blick auf Kastoriá in Griechenland

Historischer Hintergrund – Byzantinische Kirchen und Patrizier-Häuser

Kastoriá ist berühmt für seine zahlreichen byzantinischen Kirchen und die osmanisch geprägten Patrizier- beziehungsweise Herrenhäuser. Historisch war die Stadt zudem eine Art Brücke zwischen dem Balkan und dem restlichen Griechenland, weshalb sich hier über Jahrhunderte Kultur, Handel und Architektur gegenseitig beeinflusst haben.

Stadtbild – Promenade, Altstadt und Pelztradition

Wenn du an der Promenade entlangläufst, fällt dir schnell auf, dass Kastoriá zwei Gesichter hat. Einerseits ist da die ruhige, fast schon elegante Seestimmung, andererseits das lebendige Stadtbild mit Gastronomie und Pelzgeschäften. Kastoriá ist bis heute auch für seine Pelz- und Ledertradition bekannt, du findest hier noch einige Pelzgeschäft, auch die Werbeplakate für die Pelz ist allgegenwärtig.

Die Altstadt liegt etwas oberhalb des Sees, wodurch du beim Rundgang durch die Gassen immer wieder schöne Ausblicke auf den See erhältst.

Zeitbedarf für eine Besichtigung

Für einen ersten Eindruck reicht ein halber Tag, die Stadt Kastoriá ist vielfältig, eine Mischung aus Seepromenade, Aussichtspunkten, Altstadtgassen, Herrenhäusern und byzantinischen Kirchen. Besonders fotogen ist Kastoriá am späten Nachmittag.

Anreise und Parkmöglichkeiten

Mit dem Auto / Wohnmobil

Mit dem Auto bist du am flexibelsten, weil Kastoriá in Nordgriechenland eher eine Durchgangsstation ist, zum Beispiel wenn du zwischen Ioánnina, den Metéora Klöstern und dem Préspa-See unterwegs bist.

Folgende Möglichkeiten gibt es hinsichtlich der Anreise.

  • Von Kalambaka (Metéora Klöster) über die kostenpflichtige E90/92 und A29 – 133 km / 2 Stunden
  • Von Ioannina über die E90 und A29 – 165 km / 2 Stunden

Parkmöglichkeiten in Kastoriá

Wir haben direkt an der Promenade geparkt, idealer Ausgangspunkt, um die Stadt zu besichtigen. Von hier lässt sich leicht die Uferpromenade als auch die Altstadt erkunden. Insbesondere zur Essenszeit kann es am Ufer recht voll werden, jedoch findest du dann wenige Hundert Meter weiter an der Uferstraße einen passenden Parkplatz.

Detailbeschreibung – Rundgang durch Kastoriá

Überblick der Highlights von Kastoriá

Aus Zeitgründen lohnt es sich, vorab eine kleine Route festzulegen. Wir empfehlen dir vor allem diese Stationen, weil sie die Stadt sehr gut abbilden und sich logisch verbinden lassen.

  • Seepromenade am Orestiáda-See
  • Altstadt und Viertel Ntóltso / Doltso mit Patrizier-Häusern
  • Bassára Mansion (mit wechselnden Ausstellungen)
  • Skoutáris Mansion (Doppel-Patrizierhaus)
  • Byzantinische Kirchen und osmanische Spuren
  • Kulinarischer Stopp im Restaurant an der Uferpromenade

Stadtrundgang – Altstadt & Uferpromenade

In den Gassen entdeckt man einige schöne Details. Der Spazierweg durch die Gassen war angenehm entspann, das liegt daran, dass wir nur sehr wenige Touristen hier angetroffen haben.

Da Kastoriá auf einem Hügel am Seeufer liegt, sind bei der Besichtigung der Altstadt einige Treppen und Höhenmeter zu bewältigen, sie lässt sich aber leicht zu Fuß erkunden.

Seepromenade am Orestiáda-See

Die Promenade verläuft direkt am Seeufer und eignet sich ideal als Startpunkt und sofort in die Stadt eintauchen kannst. Hier findest du auch viel Gastronomie sowie zahlreiche Geschäfte, wodurch das Ufer auch tagsüber belebt wirkt.

Die Seepromenade ist perfekt, um Kastoriá kennenzulernen. Du spazierst am Wasser entlang, bekommst schöne Blicke auf die Halbinsel und siehst gleichzeitig, wie sehr der See das Stadtleben prägt. Außerdem ist es ein guter Ort für eine erste Pause, bevor du über Treppen in die Altstadt hinaufgehst.

Altstadt und die Viertel Ntóltso / Doltso – Patrizierhäuser

Von der Promenade aus gehst du über Treppen und kleine Straßen hinauf in die Altstadt. Besonders prägend ist das historische Viertel rund um Ntóltso / Doltso, wo du Kopfsteinpflaster, Innenhöfe und viele der bekannten Patrizierhäuser findest. Der Hauptplatz Ntóltso wurde zu unserer Begehzeit umgebaut, ist aber trotzdem ein schöner Platz. Hier befinden sich mehrere Restaurants und Tavernen.

In der Stadt gibt mehrere Herrenhäuser und Patrizierhäuser, die teils bereits modernisiert und gut erhalten sind, teils aber noch renovierungsbedürftig sind. Genau diese Mischung hat uns begeistert, weil wir die Stadt nicht als Kulisse, sondern als lebendigen Ort erleben konnten.

Typisch für die Häuser sind repräsentative Obergeschosse, große Fensterflächen und teils dekorative Holz- und Steinelemente. Weil viele Gebäude über Jahrhunderte verändert wurden, wirkt das Viertel nicht wie aus einem Guss, sondern eher wie ein historisches Patchwork, das genau dadurch seinen Reiz entfaltet.

Wenn du durch die Seitengassen schlenderst, entdeckst du häufig die fotogensten Details wie Türen, Balkone, verwitterte Mauern und restaurierte Fassaden.

Stadt der byzantinischen Kirchen

Zusätzlich begegnen dir in den Gassen immer wieder byzantinische Kirchen und osmanische Spuren, sodass du auf kurzer Strecke mehrere Epochen kennen lernen kannst. Die Stadt wird auch gerne als die Stadt der byzantinischen Kirchen bezeichnet, nach einem Rundgang war uns dies auch klar.

Die Vielzahl an Kirchen hängt damit zusammen, dass Kastoriá über Jahrhunderte ein wichtiges religiöses Zentrum war. Die byzantinischen Kirchen liegen verteilt in der Stadt, weshalb wir sie während des Rundgangs durch die Gassen entdeckten.

Die nachfolgenden byzantinischen Kirchen und Kapellen haben uns besonders gut gefallen:

  • Zoodochus Pigi
  • Ayios Andreas Kariwi

Beide sind leider nur selten zu besichtigen, es lohnt aber in jedem Fall diese von außen zu erkunden. Darüber hinaus ist die Metropolitan Kirche, die mittig auf der Halbinsel oberhalb des Sees liegt, eine Erkundung wert. Von hier hast du einen schönen Ausblick auf den See Orestiáda.

Wir trafen hier zwei griechische Frauen, die damit beschäftigt waren, die Gräber für eine Feier schön herzurichten, es war eine schöne Begegnung.

Bassára Mansion mit wechselnden Ausstellungen

Das Bassára Mansion lässt sich gut in den Rundgang integrieren, wenn du vom Altstadtbereich wieder Richtung See und Zentrum gehst. Wir sind von oben aus der Altstadt über Treppenwege hinuntergelaufen und erreichten dieses Patrizierhaus.

Das Besondere sind die wechselnden Ausstellungen und die Architektur. Wir hatten das Glück, eine Fotoausstellung besuchen zu können, und genau solche unerwarteten Inhalte machen Kastoriá noch interessanter. Außerdem bekommst du durch das Haus einen guten Eindruck, wie repräsentatives Wohnen in Kastoriá funktionierte.

Das Bassará Mansion in Kastoriá / Griechenland

Das Gebäude gilt als typisches Herrenhaus und wird häufig in eine frühneuzeitliche Phase eingeordnet, in der Handel und Stadtelite Kastoriá architektonisch prägten.

Die Ausstellungen nutzen in der Regel beide Geschossebenen, das Obergeschoss wurde seinerzeit als repräsentativen Wohnbereich genutzt. Auch wenn du dich nicht für die Ausstellung interessiert, macht es Sinn einmal hineinzuschauen, um die Architektur der Herrenhäuser einmal von innen zu erleben.

Skoutáris MansionDoppel-Patrizierhaus

Wir gehen vom Bassára Mansion wieder hinunter zum Uferbereich. Das Skoutáris Mansion liegt gegenüber der Seepromenade und passt deshalb perfekt als kurzer Stopp, wenn du ohnehin an der Promenade entlangläufst.

Das Haus ist sehr fotogen, darüber hinaus ist es ein schönes Beispiel dafür, wie sich die wohlhabende Stadtelite früher präsentierte.

Das Haus Skoutáris Mansion in Kastoriá / Griechenland


TIPP

Nach dem Stadtrundgang haben wir den Tag im sehr beliebten Restaurant En Kairó ausklingen lassen. Ein sehr gutes griechisches Restaurant direkt an der Seepromenade – ein perfekter Abschluss.

Reiselektüre

Fazit

Kastoriá ist ein echter Geheimtipp in Nordgriechenland, die Stadt liegt am Hang auf einer Halbinsel am See Orestiáda. die Altstadt sowie die Strandpromenade lassen sich sehr gut fußläufig erkunden. Die Stadt ist für seine Patrizierhäuser und byzantinischen Kirchen bekannt.

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