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Wanderung vom Valle de Boí im Nationalpark Parc Nacional d’Aigüestortes – Pyrenäen

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Ein hochalpines Abenteuer zu einem der schönsten Bergseen der Pyrenäen

Diese herausfordernde Wanderung im Nationalpark Aigüestortes führt dich tief in die hochalpine Bergwelt der katalonischen Pyrenäen. Die Route beginnt am Stausee Estany de Cavallers im Valle de Boí und führt durch eine spektakuläre Landschaft mit felsigen Pfaden, imposanten Wasserfällen, einem Hochmoor und atemberaubenden Panoramen.

Das Ziel der Wanderung ist die Berghütte Refugi Ventosa i Cavell auf 2.220 Metern Höhe, eingebettet in eine grandiose Bergkulisse. Nur wenige Meter von der Berghütte entfernt liegt der malerische Bergsee Estany Negre, dessen dunkles Wasser einen fantastischen Kontrast zu den umliegenden Gipfeln bildet.

Diese Tour ist anspruchsvoll, da die Wege sehr felsig sind und teilweise schwer begehbar. Belohnt wirst du mit einer einzigartigen Naturkulisse, die zu den schönsten in den Pyrenäen zählt.

Anreise zum Startpunkt der Wanderung

Die Wanderung beginnt am Parkplatz Aparcament Part Baixa (1.700 m), der sich unterhalb des Stausees Estany de Cavallers befindet.

Die Zufahrtsstraße ist nur für PKWs mit einer maximalen Breite von 2 Metern zugelassen. Wohnmobile müssen bereits am Beginn der Zufahrt abgestellt werden und können den Startpunkt zu Fuß, mit dem Fahrrad oder per Taxi erreichen.

Wir haben unser Fahrzeug gegenüber der Mineralwasserquelle Aigües Minerals de Caldes de Boí abgestellt und sind mit dem Fahrrad zum Startpunkt gefahren. Alternativ besteht die Möglichkeit, auch von Boí mit einem Taxi zum Parkplatz zu gelangen.

Das Valle de Boí ist von El Pont de Suert über die N230 und L500 in 20 Minuten (19 km) zu erreichen.
Wer von El Run im Westen anreist, benötigt über die N260, N230 und L500 etwa 1 Stunde (53 km).

Detailbeschreibung der Wanderung

Abschnitt 1: Entlang des Stausees Estany de Cavallers

Die Wanderung beginnt am Parkplatz unterhalb der Staumauer des Estany de Cavallers. Zunächst geht es über wenige Serpentinen nach oben, bis wir die Oberkante der Staumauer erreichen. Der Blick auf den mächtigen Stausee, eingebettet in eine schroffe Bergwelt, ist bereits ein erstes Highlight.

Der erste Abschnitt der Wanderung verläuft etwa 2 Kilometer entlang des Ufers des Estany de Cavallers. Der Weg ist hier noch relativ einfach zu gehen, allerdings bereits felsig und mit großen Steinen durchsetzt. Immer wieder müssen wir Felsbrocken umgehen oder darüber klettern.

Die Landschaft ist beeindruckend – der See, umgeben von den mächtigen Gipfeln der Pyrenäen, macht diesen ersten Abschnitt bereits zu einem Genuss.

Abschnitt 2: Durch Geröllfelder zum Hochmoor

Nach 2,3 Kilometern erreichen wir das Ende des Stausees, das von mehreren 3.000er-Gipfeln eingerahmt wird. Hier beginnt der erste Anstieg, der über Geröllfelder führt. Die gelben Wegmarkierungen helfen bei der Orientierung, da der eigentliche Pfad oft nur schwer zu erkennen ist.

Nach dem Aufstieg gelangen wir in eine flache Wiesenlandschaft, die einen starken Kontrast zur schroffen Umgebung bildet. Mit etwas Glück lassen sich hier Murmeltiere beobachten, die in den felsigen Hängen ihr Zuhause haben. Wir überqueren in dieser Hochebene mehrfach auf Holzbrücken einen Bergfluss, dessen klares Wasser aus den Gletschern der Pyrenäen gespeist wird.

Abschnitt 3: Hochalpiner Anstieg zur Berghütte Refugi Ventosa i Cavell

Am Ende des Hochtals erwartet uns ein spektakulärer Anblick: Zwei Wasserfälle, die die Felsen hinabstürzen lassen. Dies ist der letzte flache Abschnitt, bevor der steile Anstieg zur Berghütte beginnt.

Während des Anstiegs erreichen wir zwei flache Senken, an einer Senke befindet sich ein kleines sehenswertes Hochmoor. Jetzt verändert sich die Wanderung komplett.

Der Pfad verläuft über große Felsblöcke, durchsetzt mit kleineren Steinen. Immer wieder müssen wir die Hände zur Hilfe nehmen, um über die Felsen zu klettern. Die Höhenmeter summieren sich schnell, doch mit jedem Schritt wird das Panorama eindrucksvoller.

Die Mühe lohnt sich, denn kurz vor Erreichen der Berghütte blicken wir zurück auf das Hochtal und den schneebedeckten Berggipfel im Hintergrund. Wir halten inne und genießen diesen magischen Moment.

Abschnitt 4: Ankunft an der Berghütte und dem Bergsee Estany Negre

Nach insgesamt 5,9 Kilometern und 530 Höhenmetern erreichen wir das Refugi Ventosa i Cavell auf 2.220 Metern Höhe. Die Berghütte liegt atemberaubend vor einer Kulisse aus schroffen Gipfeln und weiten Hochflächen.

Nur wenige Meter weiter befindet sich das eigentliche Highlight der Tour – der tiefblaue Bergsee Estany Negre, der sich perfekt in die hochalpine Landschaft einfügt. Der See wird von imposanten Felswänden flankiert und schimmert je nach Lichteinfall in dunklem Blau oder Smaragdgrün.

Nach einer wohlverdienten Pause an der Hütte besteht die Möglichkeit, noch weiter zum Bergsee Estany de Travessani zu wandern.

Rückweg mit neuen Perspektiven

Nach einer längeren Rast treten wir den Rückweg auf der gleichen Strecke an. Obwohl wir den gleichen Weg gehen, ergeben sich durch die veränderten Lichtverhältnisse immer wieder neue Perspektiven.

Die Dämmerung setzt bereits ein, als wir die letzten Meter zum Parkplatz zurücklegen. Diese Tour hat uns nicht nur körperlich, sondern auch visuell begeistert – eine der schönsten hochalpinen Wanderungen in den Pyrenäen.

Schneebedeckte Berge im Nationalpark Aigüestortes in den Pyrenäen

Der Stausee Estany de Cavallers im Abendlicht hat uns noch ein Highlight am Ende beschert. Wir empfehlen diese Wanderung früh am Morgen zu beginnen, insbesondere wenn du zum Bergsee Estany de Travessani weiterlaufen möchtest. Ein großartiger Wandertag neigt sich dem Ende.

Zusammenfassung der Wanderung

Art der Wanderung:Strecke
Länge der Tour:11,9 km
Höhenmeter:530 m
Schwierigkeits-Level:schwer
Zeitbedarf:6-7 h
Charakter:Hochalpine Wanderung mit Geröllfeldern, Wasserfälle, einem Hochmoor
Highlights: Berghütte Refugi Ventosa i Cavell , Bergsee Estany Negre, Panoramablicke auf die Pyrenäen
Startpunkt: Parkplatz Stausee Estany de Cavallers

Fazit – Eine der spektakulärsten Bergtouren der Pyrenäen

Diese Wanderung ist ein absolutes Highlight für Bergwanderer. Die Kombination aus hochalpinen Landschaften, Wasserfällen, einem beeindruckenden Hochmoor und dem atemberaubenden Bergsee Estany Negre macht diese Tour einzigartig.

Durch die felsigen Abschnitte und steilen Anstiege ist die Wanderung durchaus anspruchsvoll, aber für geübte Wanderer gut machbar. Die Belohnung in Form einer unglaublichen Naturkulisse ist jede Anstrengung wert.

Wer die wilde Schönheit des Nationalparks Parc Nacional d’Aigüestortes hautnah erleben möchte, sollte sich diese Tour auf keinen Fall entgehen lassen!

Karte & Höhenprofil

Reiselektüre

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