Kloster Abbaye Saint-Martin-du-Canigou Pyrenäen – Atemberaubende Lage

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Ein verborgenes Juwel in den Ostpyrenäen

Hoch oben auf einem steilen Felsvorsprung thront die beeindruckende Abbaye Saint-Martin-du-Canigou, ein Benediktinerkloster aus dem 11. Jahrhundert. Seine abgelegene Lage, umgeben von der Bergwelt der Ostpyrenäen, macht es zu einem einzigartigen Ausflugsziel.

Bis ins 18. Jahrhundert lebten hier Mönche, heute wird das Kloster von einer Glaubensgemeinschaft betreut und erhalten. Wer das Kloster besuchen möchte, muss sich den Weg dorthin erst verdienen, denn die Klosteranlage ist nur über einen Fußweg erreichbar.

Anreise und Parkmöglichkeiten

Die Anreise führt zunächst über die N116 nach Villefranche-de-Conflent, wo wir auf die D116 in Richtung Casteil abbiegen. Nach etwa acht Kilometern erreichen wir den kleinen Ort Casteil, der als Ausgangspunkt für den Besuch der Abbaye Saint-Martin-du-Canigou dient. Hier befindet sich ein Parkplatz, von dem aus mehrere Wanderungen starten. Unser Ziel ist jedoch das Kloster, das wir zu Fuß in etwa 45 Minuten erreichen.

Alternativ bietet das Privatunternehmen Transports Vilaceque eine Fahrt mit dem Defender bis zum Kloster an. Der Preis von 17 Euro pro Fahrt und Person ist allerdings recht hoch für die kurze, aber steile Strecke. Wir entscheiden uns für den traditionellen Aufstieg zu Fuß, um die Umgebung intensiver zu erleben.

Detailbeschreibung

Der Aufstieg zum Kloster – Ein lohnender Weg

Vom Parkplatz in Casteil führt der Weg zunächst durch den kleinen Ort, bevor wir eine schmale, einspurige Asphaltstraße erreichen. Diese ist für Fahrzeuge gesperrt, abgesehen von den Jeeps des Transportunternehmens. Ab hier geht es stetig bergauf, und schon nach wenigen Minuten spüren wir die Steigung in den Beinen.

Obwohl der Weg anstrengend ist, bleibt er kurzweilig. Hinter jeder Biegung eröffnen sich neue, faszinierende Ausblicke auf die Umgebung. Während wir uns stetig in Serpentinen nach oben arbeiten, führt uns der Weg durch dichte Kastanienwälder. Besonders im Herbst, wenn sich die Blätter färben und der Boden mit Kastanien übersät ist, wirkt die Szenerie besonders schön.

Ein Stück weiter lichtet sich der Wald und gibt den Blick auf das Tal frei. In der Ferne erkennen wir den Ort Vernet-les-Bains, eingebettet zwischen sanften, bewaldeten Hügeln. Ein perfekter Moment, um eine kurze Pause einzulegen und die Aussicht zu genießen.

Nach etwa 45 Minuten und 280 Höhenmetern erreichen wir schließlich die beeindruckende Abbaye Saint-Martin-du-Canigou. Schon beim ersten Anblick wirkt das Kloster majestätisch und uneinnehmbar wie eine mittelalterliche Festung.

Besichtigung des Klosters – Ein Ort der Stille

Bevor wir an der Führung teilnehmen, erkunden wir zunächst die Außenanlagen des Klosters. Die beeindruckende Lage auf einem Felsen macht das Bauwerk besonders fotogen. Direkt am Kloster gibt es einen kleinen Museums-Shop, in dem die Tickets für die Führungen verkauft werden. In der Hauptsaison finden diese zu jeder vollen Stunde statt, während sie im Winter nur fünfmal täglich angeboten werden. Montags bleibt das Kloster geschlossen.

Ein kleines Detail: Im Winter öffnet der Museums-Shop erst 15 Minuten vor der Führung. Wer früh ankommt, kann die Wartezeit für einen kurzen Abstecher zum Aussichtspunkt Oratoire St-Benoît nutzen. Von dort aus bietet sich ein fantastischer Blick über die Bergwelt und das Tal mit dem Ort Vernet-les-Bains. Einige Holzbänke laden zum Verweilen ein – perfekt, um die Stille der Umgebung auf sich wirken zu lassen.

Da wir in der Nebensaison unterwegs sind, nehmen nur fünf Personen an unserer Führung teil. Bereits beim Betreten des Klosters wird klar: Dies ist ein Ort der Ruhe und Abgeschiedenheit. Keine Verkehrsgeräusche, kein Trubel – nur Vogelgeräusche sind zu hören.

Kreuzgang und Basilika

Wir betreten den Kreuzgang , der zwar klein, aber äußerst sehenswert ist. Besonders beeindruckend sind die feinen Marmorsäulen und Kapitelle, die dem Ort eine besondere Eleganz verleihen. Von hier aus bietet sich ein malerischer Blick auf die umliegenden grünen Berghänge. Direkt vor dem Kreuzgang liegt ein kleiner Gewürzgarten , der mit seinem Duft die Atmosphäre perfekt abrundet.

Eine schmale Treppe führt uns in das obere Geschoss des Klosters. Von hier aus offenbart sich ein noch besserer Blick auf das Tal und die umliegenden Gipfel. Die exponierte Lage der Abtei wird aus dieser Perspektive besonders deutlich.

Das Herzstück des Klosters ist die dreistufige Basilika, die komplett ohne Fenster auskommt. Aus Rücksicht auf die hier lebenden Mönche wird das Licht nur für wenige Minuten eingeschaltet. Die Stille in diesem Raum ist schnell greifbar – ein Ort der Besinnung und Meditation. Fotografieren ist hier nicht erlaubt und wir halten uns an diese Regel, um die besondere Atmosphäre nicht zu stören.

Zum Abschluss besichtigen wir noch die Krypta , ein beeindruckendes dreischiffiges Gewölbe mit einer schlichten, aber kraftvollen Ausstrahlung.

Rückweg und alternative Wandermöglichkeiten

Nach etwa 45 Minuten endet die Führung und wir machen uns auf den Rückweg. Wer noch mehr von der Umgebung erkunden möchte, kann vom Kloster aus eine Wanderung zur Font del Bac dels Monjos unternehmen. Die Strecke ist 1,6 Kilometer lang und dauert etwa eine Stunde.

Wir entscheiden uns jedoch für den Rückweg über den gleichen Pfad, auf dem wir angekommen sind. Mit jedem Schritt verändert sich die Perspektive erneut, und wir genießen noch einmal die beeindruckenden Ausblicke auf das Tal.

Nach rund vier Stunden, inklusive der Besichtigung, kehren wir zum Parkplatz in Casteil zurück.

TIPP

Nur wenige Meter vom Ticketverkauf entfernt, geht links und recht steil, ein schmaler Pfad bergauf. Nach 10 Minuten erreichst du den atemberaubenden Aussichtspunkt Vue sur l‘Abbaye. Von hier blickst du auf die gesamte Klosteranlage hinunter. An dieser Stelle wird uns die malerische Lage auf einem spitzen Felsen bewusst. Das Kloster Abbay Saint-Martin-du-Canigou aus der Vogelperspektive – ein Traum!

Fazit – Ein spiritueller Ort mit beeindruckender Kulisse

Die Abbaye Saint-Martin-du-Canigou ist nicht nur ein beeindruckendes historisches Bauwerk, sondern auch ein Ort der Ruhe und Besinnung. Die abgeschiedene Lage auf einem Felsen verleiht dem Kloster eine besondere Atmosphäre, die durch die spektakuläre Bergkulisse noch verstärkt wird.

Die Wanderung zum Kloster ist zwar kurz, aber durchaus anspruchsvoll. Der Aufstieg lohnt sich jedoch in jeder Hinsicht, denn das Panorama und die Architektur der Abtei sind einfach atemberaubend. Wer die Möglichkeit hat, sollte sich eine Führung nicht entgehen lassen, um die Geschichte und die besonderen Details dieses einzigartigen Ortes kennenzulernen.

Für alle, die einen besonderen und weniger touristischen Ort in den Ostpyrenäen suchen, ist die Abbaye Saint-Martin-du-Canigou ein absolutes Muss.

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