Historische Bogen-Steinbrücken von Kípi / Kipoi

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Allgemeine Informationen zu den Steinbrücken von Kípi

Historischer Hintergrund

Die Steinbrücken von Kípi in der Zagóri-Region Griechenlands zählen zu den fotogensten Kulturdenkmälern, die Bogenbrücken Noútsas, Plkída und Kontodímos um Kípi sind für uns ein Highlight für alle Reisende in Nord-Griechenland.

Diese alten Steinbrücken, die hauptsächlich im 18. und 19. Jahrhundert errichtet wurden, dienten als Verbindung der abgelegenen Zagóri-Dörfer untereinander und überspannen Schluchten und Flüsse wie den Vikos oder Voidomatis. Zu unserer Befahrzeit im Oktober waren die Flüsse allerdings ausgetrocknet.

Insgesamt gibt es in Zagóri fast 100 noch erhaltene Brücken, die aus lokalem Keilsteinen von Hand gebaut wurden, um die isolierte Bergwelt zugänglich zu machen. Diese Brücken haben die Verbindung der Bergdörfer erst möglich gemacht, somit waren sie auch Grundlage für den Handel zwischen den Zagóri Dörfern.

Aus Zeit Gründen solltest du dich im Vorfeld entscheiden, welche alte Steinbrücken du besuchen möchtest. Wir haben uns bewusst für die drei folgenden sehr fotogenen Steinbrücken von Kípi entschieden:

  • Noútsos (bzw. Kókkori) Steinbrücke
  • Plakída (bzw. Kalogerikó) Steinbrücke
  • Kontodímos (bzw. Lazarídis) Steinbrücke

Alle drei Steinbrücken befinden sich nur wenige Kilometer von Kípi entfernt, so dass sich der traditionelle Ort gut als Ausgangspunkt eignet. Diese drei Brücken sind hinsichtlich der Konstruktion funktionale Meisterwerke und können bis heute gut genutzt werden.

Bedeutung für die Region

Alle drei von uns besuchten Steinbrücken wurden von wohlhabenden Familien finanziert wurden, um den Handel und die Verbindung zwischen den 46 Zagóri-Dörfern zu fördern.

Die Steinbrücken entstanden in einer Zeit, in der die Zagóri-Region durch ihre bergige Lage isoliert war. Wohlhabende Familien und Klöster finanzierten den Bau, um Handelspfade zu sichern und die Dörfer zu verbinden. Viele Brücken wurden von lokalen Steinmetzen errichtet, die traditionelle Techniken ohne Mörtel nutzten.

Anfahrtsmöglichkeiten zu den Brücken

Mit dem Auto

Um die Steinbrücken von Kípi in der Zagóri-Region zu erreichen, ist eine Anreise von Ioannina aus am einfachsten und empfehlenswert. Die Strecke beträgt knapp 38 Kilometer und dauert mit dem Auto knapp eine Stunde, wobei die kurvenreiche Anfahrt dir bereits sehr schöne Panoramen bietet.

Mit öffentlichem Verkehrsmittel

Busse verkehren selten, oft nur einmal wöchentlich oder alle zwei Wochen außerhalb der Hochsaison, und starten vom Busbahnhof in Ioannina. Alternativ kannst du dir ein Taxi von Ioannina nehmen.

Detailbeschreibung der Steinbrücke Noútsos (alias Kókkori)

Lage & Parkmöglichkeit

Gegenüber der Brücke befindet sich direkt an der Straße ein kostenfreier Parkplatz. Die Brücke ist somit sehr leicht zu erreichen.

Konge Mobil auf dem Parkplatz der Noutsos Steinbrücke in der Nähe von Kipi

Die Steinbrücke Kókkori, auch als Noútsos-Brücke bekannt, ist ein Juwel unter den Steinbrücken von Kípi und faszinierte uns mit seiner Architektur und seiner sehr guten Lage. Sie liegt unterhalb des Dorfes Koukouli an der Straße nach Dilofo und überspannt den Fluss Vikos an einer beeindruckenden Engstellen.

Die Noúsos Brücke liegt malerisch zwischen zwei Felswänden eingebettet, diese Szenerie macht sie zu einem sehr schönen Fotomotiv.

Zudem ist sie sehr gut erhalten und integriert sich harmonisch in die umliegende Natur mit dichten Wäldern. Du kannst nicht nur handwerkliche Präzision der Keilsteine bewundern, sondern fühlst dich auch bei Betreten in ein anderes Jahrhundert versetzt.

Diese Steinbrücke von Kípi verband seinerzeit die Bergdörfer Koukouli, Dilofo und Kípi auch als Kipoi bekannt.

Historische Noutsos Steinbrücke in der Nähe von Kipi

Architektur

Für uns ist sie einer der schönsten alten Steinbrücken in Zagóri, sie beeindruckt mit einem einzigen, weitgeschwungenen Bogen, der 24 m überspannt und sich 11,6 m über das Flussbett erhebt.

Der Steinweg misst insgesamt 39 m in der Länge und 2,5 m in der Breite, diese Breite reichte seinerzeit völlig aus. Die Brücke ist aus einzelnen Keilsteinen zusammengesetzt.

Es macht Spaß diese Brücke einmal in Ruhe zu begehen. Darüber hinaus ist sie noch sehr fotogen.

Geschichte und Bau

Gebaut wurde diese Brücke im Jahre 1750 von Noútsos Kontodímos. Sie wurde im Laufe der Zeit mehrmals repariert und fast vollständig neu errichtet, unter anderem durch Spenden des Müllers Grigoris Kókkoris, nach dem sie dann auch umbenannt wurde.

Detailbeschreibung der Steinbrücke Plakída (alias Kalogerikó)

Lage & Parkmöglichkeit

Die Plakída Steinbrücke liegt nur etwa 2 Kilometer von der Noútsos Brücke entfernt. Es befindet sich ein Parkplatz nur 5 Minuten fußläufig von der Brücke entfernt.

Die Plakída-Brücke (auch Kalogeriko-Brücke) liegt ebenfalls nahe dem Dorf Kípi. Sie gilt als eine der berühmtesten Brücken in Zagóri und zwar nicht trotz, sondern wegen ihres ungewöhnlichen Designs.

Architektur

Während viele Zagóri-Brücken als ein einzelner hoher Bogen gebaut wurden, setzt Plakída auf drei halbkreisförmige Bögen. Diese ikonische Silhouette macht die Brücke zu einem sehr fotogenen Motiv.

Das Besondere an dieser Plakída Steinbrücke ist, dass sie aus drei Bögen besteht, die wie eine steinerne Wellenlinie hintereinander ansteigen und dadurch harmonisch wirken.

Wenn du die Brücke zu Fuß überquerst, kommen die drei Bögen richtig zur Geltung und beeindrucken sehr.  

Die Brücke ist mit seinen 55 m deutlich länger als die Kókkori-Brücke. Auch ist diese Steinbrücke mit etwas über 3 m eine für diese Zeit sehr breite Brücke.

Wir hatten das Glück, dass der Fluss ausgetrocknet war, so war es uns möglich die Brücke von der „Flussmitte“ aufzunehmen. Insbesondere von dieser Position beeindruckt uns sehr.

Plakida Steinbrücke von Kipi

Geschichte und Bau

Diese Steinbrücke ersetzte eine frühere Holzkonstruktion aus dem Jahre 1814. Die Steinbrücke wurde durch ein Kloster in Kípi finanziert und etwa 1865 erbaut.

TIPP

Wenn du nur Zeit für eine Steinbrücke von Kípi hast, empfehlen wir dir die Plakída (alias Kalogeríko) zu besuchen. Sie verfügt über drei Bögen und ist besonders fotogen.

Detailbeschreibung der Steinbrücke Kontodímos (alias Lazarídis)

Lage & Parkmöglichkeit

Nur etwa 800 m von der Plakída Brücke entfernt, erreichen wir die Lazarídis Brücke von 1764. Sie ist einschiffig und dennoch sehr beeindruckend. Sie liegt malerisch zwischen zwei Felsen an einer Engstelle des Vikos Flusses.

Es befindet sich an der Straße ein Parkplatz, von hier erreichst du die Lazarídes Brücke innerhalb von 5 Minuten.

Vom Parkplatz gehst du wenige Minuten am Ufer des Flusses entlang, zu unserer Begehzeit im Oktober war der Fluss leider ausgetrocknet. Auf dem Weg dorthin entdeckst du mit etwas Glück wilde Veilchen am Wegesrand.

Wilde Veilchen in Nord-Griechenland

Die Lazarídis-Brücke (auch Kontodímos-Brücke) liegt zwischen den Dörfern Kípi und Koukouli. Sie ist oft etwas ruhiger als die viel besuchte Plakída-Brücke, obwohl sie landschaftlich sehr schön eingebettet ist. Auch diese alte Bogenbrücke von Kípi hat uns begeistert.

Architektur

Diese Steinbrücke umfasst einen großen Bogen, gebaut aus einzelnen Keilsteinen. Dieser Bogen wird zusätzlich von einem kleineren Entlastungsbogen unterstützt. Eine Seite wurde mit einer 45-Grad-Eckkurve gebaut, die parallel zur Felswand verläuft.

Ihr Hauptbogen überspannt 15 m und erreicht eine Höhe von etwa 6,50 Metern. Der Gehweg ist knapp 18 m Meter lang und etwa 2,4 m breit und passt sich an die raue Topografie an.

Auch diese Steinbrücke hat uns begeistert, leider konnten wir diese auch nur mit einem ausgetrockneten Flussbett erleben.

Geschichte und Bau

Die Brücke wurde Mitte des 18. Jahrhunderts von Herrn Kontodímos erbaut, die Brücke wurde nach dem Erbauer benannt.

Bis 1950 stand am rechten Ufer des Flusses eine Wassermühle. Die Mühle verfügte über wasserbetriebene Kardiermaschinen und wurde von den Einheimischen auch zum Waschen schwerer Decken und Wollteppiche genutzt.

Fazit

Wenn du in Nord-Griechenland unterwegs bist und die Zagóri-Dörfer auf deinem Reiseprogramm stehen, solltest du einige Stunden für das Erkunden der Bogenbrücken von Kípi Zeit nehmen. Sie sind nicht nur fotogene Motive, sie sind auch architektonisch und historisch äußerst interessant. Wir waren von diesen drei so unterschiedlichen alten Steinbrücken sehr begeistert.

Auch die Anfahrt zu diesen historischen Brücken ist fantastisch.

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